Spielwiese

5 Ideen für digitale Tüfteleien mit Kindern

Das nächste Wochenende kommt bestimmt. Wohl dem, der dann schon mit diesen spannenden Spielideen aufwarten kann.

Viele Eltern kennen diesen Moment: Gefühlt sind wirklich alle Bilderbücher angeschaut, alle Puzzles fertig, jedes Brettspiel schon viel zu oft gespielt. Was aber mit den Kindern anstellen, wenn der nahegelegene Park leider gerade im Matsch versinkt? Vielleicht haben die Kinder ja Lust auf eine dieser digitalen Tüfteleien. Für einige davon ist ein Smartphone oder Tablet nötig, andere dagegen funktionieren ganz ohne Computer. Da ist doch bestimmt für jeden etwas dabei.

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„Hello Ruby – Programmier dir deine Welt“

Für wen ist es geeignet?
„Hello Ruby“ ist nach Aussage der Autorin für Kinder zwischen vier und zehn Jahren geeignet.

Wie teuer ist es?
Das Buch kostet 16,80 Euro (ISBN 978-3-946829-04-1).

Das neugierige Mädchen Ruby erlebt in dem gleichnamigen Kinderbuch der finnischen Illustratorin und Programmiererin Linda Liukas Abenteuer und meistert dabei Rätsel und Aufgaben. Die jungen Leserinnen und Leser brauchen keinen Computer und lernen auch nicht Programmieren. Stattdessen übten die Kinder spielerisch, analytisch an Probleme heranzugehen und große Aufgaben in kleinere Teilschritte zu zerlegen, so erklärt es die Autorin im Interview mit Coding Kids.„Hello Ruby“ hat einen Umfang von 112 Seiten und ist überaus liebevoll illustriert. Seit kurzer Zeit gibt es eine deutsche Übersetzung, die hier erhältlich ist.

  • Hello Ruby bietet ein umfangreiches Lernökosystem.
    Hello Ruby bietet ein umfangreiches Lernökosystem.
  • Eine Doppelseite aus dem Buch von Linda Lukas
    Eine Doppelseite aus dem Buch von Linda Lukas
  • „Code ist die Schnittstelle zur Fantasie der jungen Generation“, sagt Linda Liukas.
    „Code ist die Schnittstelle zur Fantasie der jungen Generation“, sagt Linda Liukas.
  • Linda Liukas: „Ich möchte zeigen, dass Programmieren genauso kreativ sein kann wie Musizieren, Malen oder Schreiben.“
    Linda Liukas: „Ich möchte zeigen, dass Programmieren genauso kreativ sein kann wie Musizieren, Malen oder Schreiben.“
  • "Es ist sehr wertvoll, wenn Kinder und Eltern sich gemeinsam offline und ohne Geräte beschäftigen", sagt Liukas.
    "Es ist sehr wertvoll, wenn Kinder und Eltern sich gemeinsam offline und ohne Geräte beschäftigen", sagt Liukas.
  • Die Darstellungen in "Hello Ruby" sind liebevoll illustriert.
    Die Darstellungen in "Hello Ruby" sind liebevoll illustriert.
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Osmo Coding Kit

Für wen ist es geeignet? 
Dem Hersteller zufolge für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren.

Wie teuer ist es?
Das Coding Kit kostet 55 Euro, das zusätzlich nötige Osmo Starter Kit kostet knapp 80 Euro.

Osmo ist ein Accessoire für iPads, genauer gesagt ein Ständer für das Tablet und ein Spiegel. Der ermöglicht es der iPad-Kamera zu erkennen, was vor dem Gerät passiert. Das separat erhältliche Coding Kit besteht aus knapp 20 Bausteinen und einer App. Die Kinder steuern Awbie, eine Figur, die Erdbeeren liebt. Die Kinder stecken die Bausteine wie Blöcke aus Programmiercode zusammen und geben Awbie auf diese Weise in der App auf dem Tablet Befehle, wo die Figur hinlaufen und was sie tun soll. Mit den Blöcken können Kinder die Laufrichtung steuern, ein Hüpf-Baustein lässt die Figur springen, ein Hand-Baustein lässt Awbie greifen. Während die Kinder Awbie Erdbeeren sammeln lassen, treffen sie Tiere, können selbst Erdbeeren pflanzen und sich einen Garten mit Pflanzen und Tieren aufbauen. Neben dem Coding Kit bietet der Hersteller noch eine Reihe weiterer Spiele für das Osmo-System an. Nicht vergessen: Neben Ständer, Spiegel und App ist natürlich noch ein iPad nötig. Für Android-Tablets gibt es das System nicht.

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Cubetto

Für wen ist es geeignet?
Laut Hersteller für Kinder ab drei Jahren. Selbstbewusst erscheint aber das Versprechen, dass die Begegnung mit Begriffen wie „Debugging“ bei Dreijährigen „wichtige Bildungsgrundlagen“ schaffe.

Wie teuer ist es?
199 Euro.

Der Holzroboter Cubetto gehorcht Kindern aufs Wort. Genauer gesagt hört er auf die Befehle, die Kinder ihm mittels Holzklötzchen geben, die sie in ein sogenanntes Interface-Board stecken. Mittels verschiedenfarbiger Klötzchen arrangieren die Kinder ein „Programm“, ein Knopfdruck übermittelt die Befehle drahtlos an den  Roboter. Der setzt sich auf einem Spielfeld alsbald in Bewegung und kann zum Beispiel dort zuvor platzierte Hindernisse umfahren oder aus dem Weg räumen. Pluspunkt: Weder ein Tablet noch eine App sind nötig. Im Paket enthalten sind ein Roboter, 16 Blöcke, ein Bedienbrett, eine Weltkarte und ein Buch. Der Roboter ist aus Holz, das Set laut Hersteller „Montessori-gerecht“.

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Lightbot Programming Puzzles

Für wen ist es geeignet?
Die App ist laut Hersteller geeignet für Kinder ab acht Jahren und älter. 

Wie teuer ist es?
Die App selbst kostet rund drei Euro, nötig ist in jedem Fall aber auch ein Smartphone oder Tablet.

Mit der App Lightbot Programming Puzzles sollen Kinder spielerisch Coding-Grundlagen erlernen. Aufgabe ist es, einem kleinen animierten Roboter den Weg zu weisen. Das funktioniert über virtuelle Bausteine, aus denen die Kinder Befehlsketten erstellen. Die App ist für iOS, Android, Kindle, Windows und Mac verfügbar. Pluspunkt: Anders als viele andere ähnliche Apps ist Lightbot auch in deutscher Sprache verfügbar.

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Open Roberta

Für wen ist es geeignet?
Die Programmierumgebung eignet sich für Grund- und Oberschüler. 

Wie teuer ist es?
Open Roberta ist kostenlos. Die Programmierumgebung funktioniert auch auf älteren Computern.

Das Projekt Open Roberta dreht sich rund um Roboter. Mit der Programmiersprache NEPO (die an die visuelle Programmiersprache Scratch angelehnt ist) können Kinder Roboter etwa von Lego programmieren. Open Roberta funktioniert aber auch ohne echten Roboter. Die Online-Plattform Open Roberta Lab läuft auf allen gängigen Betriebssystemen und Browsern. In dieser Online-Programmierumgebung können die Kinder echten und virtuellen Robotern Befehle erteilen. Befehle und Variablen sind hier keine kryptischen Abkürzungen, sondern farbige Blöcke, deren Bedeutung sich recht leicht erschließt. Mehr als 1000 Lehrkräfte bringen das vom Fraunhofer-Institut IAIS entwickelte Konzept mittlerweile an deutsche Schulen. Ausprobieren kann Roberta prinzipiell aber jeder, der einen Internetzugang hat. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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Fotos: Hello Ruby, Osmo, Cubetto, Lightbot, Open Roberta
Fotos: Hello Ruby, Osmo, Cubetto, Lightbot, Open Roberta
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