Spielwiese

Virtual Reality für Kinder – so geht’s

Hinunter in die Tiefen der Ozeane, hoch in den Weltraum, in den menschlichen Körper: Mit Virtual-Reality-Angeboten reisen Eltern und Kinder in fantastische Welten.

Mit Virtual-Reality-Technik (VR) können Nutzer in eine künstliche Welt eintauchen. Nötig sind spezielle Ausgabegeräte wie VR-Brillen oder Großleinwände. Damit die Nutzer einen räumlichen Eindruck haben, werden beiden Augen unterschiedliche Bilder zugeführt. Der Nutzer kann so den Kopf drehen und die virtuelle Welt erkunden. Dieses Empfinden, tatsächlich Teil einer virtuellen Welt zu sein, wird als Immersion bezeichnet. Abgegrenzt davon wird Augmented Reality (AR). Dabei werden digitale Elemente mit der realen Welt kombiniert. Mit AR-Angeboten können Nutzer etwa den Himmel durch ihr Smartphone betrachten und bekommen auf dem Bildschirm die Namen von Sternbildern angezeigt.

Wer zuhause in virtuelle Realitäten reisen will, muss meist tief in die Tasche greifen. Die Apps sind zwar teils gratis oder kosten nur einstellige Beträge. Das nötige Smartphone, Tablet oder die VR-Brille kosten dagegen viele hundert Euro. Bei der mehr als 600 Euro teuren Oculus Rift ist sogar zusätzlich ein rechenstarker Computer nötig. Gleiches gilt für das etwa 900 Euro teure Set HTC Vive. Deutlich günstiger sind VR-Brillen, in die ein Smartphone eingelegt wird. Die gibt es von zahlreichen Herstellern (Google, Zeiss, Samsung, etc.) in verschiedenen Preisklassen; von knapp 15 Euro für Brillen aus Pappe bis zu rund 100 Euro für höherwertigere Brillen.

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Astronomie: Star Chart VR

Das kostet es: 
Die App kostet im iTunes-Store 4,99 Euro; im Google Play Store 5,49 Euro und 9,99 Euro für Oculus Rift. 

Das ist nötig: 
Die App läuft nach Angaben des Herstellers u.a. auf Oculus Rift, Galaxy Gear, HTC Vive und Google Cardboard (Android und iOS).

Die App „Star Chart VR“ (deutsch: Sternenkarte VR) macht aus VR-Brillen ein kleines Planetarium. Star Chart VR ist die Weiterentwicklung von Star Chart, einer beliebten Augmented-Reality-Anwendung. Mit dieser können die Anwender ihr Smartphone gen Himmel halten und sich Sternbilder anzeigen lassen. Die VR-Variante von Star Chart dagegen funktioniert ohne „echten“ Himmel. Die Nutzer können vom Sofa aus die von der Erde aus sichtbaren Sterne und Planeten bereisen. Die Sternbilder sind illustriert mit Darstellungen des Astronomen Johannes Hevelius aus dem 17. Jahrhundert. Neben den klassischen Sternbildern hat die App einen 3D-Modus, mit dem die Nutzer gefühlt bis auf Armeslänge an die Sonne, Planeten und Monde heranschweben können. Kenner dürften sich darüber freuen, dass teils sogar geografische Orte auf Planeten und Monden namentlich erwähnt sind.

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Reise: Google Earth VR

Das kostet es: 
Die App ist kostenlos.

Das ist nötig: 
Google Earth VR funktioniert derzeit nur mit HTC Vive. Das System kostet rund 900 Euro, zudem ist ein rechenstarker Computer nötig.

So muss es sich anfühlen, als Superheld über die Erde zu fliegen. Mit Google Earth VR ist das andere Ende der Welt nur wenige Augenblicke Flugzeit entfernt. Unterwegs dreht der Nutzer eine Runde um den Pariser Eiffelturm, segelt über die Golden Gate Bridge vor San Francisco hinweg oder verweilt über den Gassen und Kanälen von Venedig. Andere Highlights der Anwendung sind das Matterhorn, die Space Needle in Seattle oder das Kolosseum in Rom. „Die günstigste Reise, die ich je unternommen habe“, schreibt ein begeisterter Nutzer über Google Earth VR.

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Natur: Discovery VR

Das kostet es: 
Die App „Discovery VR“ ist kostenlos, es gibt sie im Google Play Store und auf iTunes.

Das ist nötig: 
Den Herstellerangaben zufolge läuft die App auf iOS- und Android-Geräten sowie auf Oculus Rift, HTC Vive und Galaxy Gear.

Die App „Discovery VR“ bündelt Inhalte des Discovery Channel und bietet diese als VR-Angebot an. Nutzer können so zum Beispiel mit Haien tauchen, surfen, mountainbiken oder sich mit Protagonisten der Discovery-Sendungen durch undurchdringliche Dschungel kämpfen. Viele Nutzer loben die Qualität der 360-Grad-Videos, monieren aber zugleich die Steuerung der App. Um ein neues Video auszuwählen, ist es nötig, das Smartphone aus der Brille zu nehmen. Das kann auf Dauer lästig werden.

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Raumfahrt: Apollo 11 VR Experience

Das kostet es: 
9,69 Euro

Das ist nötig: 
Apollo 11 VR Experience funktioniert mit den VR-Brillen Oculus Rift und HTC Vive. Beide Geräte benötigen zudem einen nicht zu alten (VR-fähigen) Computer

Millionen Menschen haben die Mondlandung 1969 vor dem Bildschirm verfolgt. Heute ist es per VR-Technik möglich, quasi mit den Astronauten im Cockpit zu sitzen und das historische Ereignis selbst mitzuerleben. Das ist das Versprechen von „Apollo 11 VR Experience“ – und das wird in den Augen zahlreicher Nutzer auch erfüllt. „Tolle Erfahrung“, schreibt ein Rezensent, „absolut abgefahren“ ein anderer. In rund 45 Minuten erleben die Nutzer die Vorbereitung des Starts, das Abheben der Rakete, den Flug und die ersten Schritte auf dem Mond. Das Angebot ist also weder Film noch Computerspiel, sondern eine Art digitales Erlebnis mit einigen wenigen interaktiven Elementen.

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Dinosaurier: Google Arts & Culture / Giraffatitan

Das kostet es: 
Die Videos sind kostenlos auf Youtube abrufbar.

Das ist nötig: 
Die 360-Grad-Variante des Videos lässt sich schon mit gängigen Webbrowsern bzw. auf den meisten Smartphones betrachten. Per VR-Brille werden die Videos dann auch zum 3-D-Erlebnis.

Klar, Dinosaurier sind irgendwie aufregend. Sie sind uralt, sehen bizarr aus oder sind zumindest sehr groß. Aber letztlich sind sie vor allem auch sehr – tot. Das Berliner Naturkundemuseum nutzt deshalb seit kurzem Virtual Reality, um die imposanten Dino-Gerippe und Nachbildungen für Kinder noch spannender zu gestalten. Gemeinsam mit der Initiative Google Arts & Culture hat das Museum unter anderem sein wohl bekanntestes Exponat, das Skelett des riesigen Giraffatitan, mittels VR-Technologie zum Leben erweckt. So lässt sich der Giraffatitan entweder als 360-Grad-Video, mit einer VR-Brille sogar in virtueller Realität ansehen. Auch einige ausgewählte Tiere der Biodiversitätswand des Museums erwachen mittels VR zum Leben.

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Bonus: Google Expeditions

Das kostet es: 
Die App Google Expeditions ist im Play Store und auf iTunes kostenlos abrufbar.

Das ist nötig: 
Für den Anführer der Expedition empfiehlt Google ein Tablet, für die Teilnehmer Smartphones plus eine VR-Brille wie Cardboard.

Google Expeditions ist eine Anwendung für Lehrer und Schüler, die man aber auch zuhause nutzen kann. Die App ermöglicht virtuelle Ausflüge an zahllose Orte auf der Welt, in Museen, die Ozeane, das Weltall und auch in den menschlichen Körper. In der App werden 360-Grad-Bilder und 3-D-Bilder kombiniert mit Informationen und Fragen an die Schüler. Die Expeditionen werden von einem Guide geleitet, der Teilnehmer zu seiner Führung einlädt. Daher sind mindestens zwei Geräte nötig. Die Teilnehmer sollten zusätzlich zu ihrem Smartphone auch eine VR-Brille wie etwa Google Cardboard (wie im Video zu sehen) nutzen. 

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