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Navigator

Technovation Girls Germany

Viele Kinder und Jugendliche wollen programmieren lernen. Doch welche Initiative ist die richtige? Mit unserem Coding-Schulen-Navigator hast du den Überblick.

Programmieren ist nur was für Nerds? Das war vielleicht mal in den Neunzigern so. Heute ist Coding megacool! Und nicht nur das: Wer die Digitalisierung versteht und weiß, wie ein Rechner funktioniert, ist fit für die Zukunft. Denn immer mehr Jobs werden in der digitalen Arbeitswelt stattfinden. Es ist großartig, dass es in Deutschland so viele verschiedene Coding-Initiativen gibt. Damit wir den Überblick nicht verlieren und wissen, welches Angebot das richtige ist, gibt es unseren Coding-Schulen-Navigator. Heute stellen wir die Initiative Technovation Girls Germany vor.

R Schulen Frage 1B

Mädchen können alles erreichen! Gründerinnen und Gestalterinnen in Gesellschaft, Politik und Unternehmen treiben schon heute die Digitalisierung voran und entwerfen und entwickeln unsere Zukunft. Technovation Girls Germany unterstützt Mädchen dabei, digitale Kompetenzen auszubauen und Apps zu entwickeln, um soziale und ökologische Herausforderungen ihrer Lebenswelt zu lösen.

R Schulen Frage 2D

Technovation Girls Germany gibt es seit 2018 in Deutschland, das internationale Bildungsprogramm Technovation Girls startete im Jahr 2010.

„Mit dem Programm Technovation Girls Germany bestärkt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Mädchen darin, ihre digitalen Kompetenzen weiterzuentwickeln (…)“

Die US-amerikanische Non-Profit-Organisation Technovation (vormals Iridescent) und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung initiierten das Programm Technovation Girls Germany, damit auch in Deutschland Mädchen und junge Frauen, unabhängig von Hintergrund und Herkunft ihre Potentiale entfalten können. Auf der einen Seite fühlen sich junge Menschen in Deutschland nicht digital kompetent genug, auf der anderen Seite sind digitale Skills als Zukunftskompetenzen Grundvoraussetzung, um in unserer digitalen Welt erfolgreich leben, lernen und arbeiten zu können.

Insbesondere Mädchen interessieren sich immer noch wenig für Technik und die digitale Mitgestaltung. Momentan sind weniger als ein Drittel der Studierenden im IT-Bereich weiblich. Entsprechend gering ist der Anteil von Frauen in IT-Berufen. Mit dem Programm Technovation Girls Germany bestärkt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Mädchen darin, ihre digitalen Kompetenzen weiterzuentwickeln und Herausforderungen in ihrer Lebenswelt mit digitalen Technologien zu lösen .

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R Schulen Frage 3E

Mit Technovation Girls erhalten Schulen und Schülerinnen kostenlose Lernmaterialien zur App-Entwicklung, Anregungen zur medienpädagogischen Arbeit sowie zur Sichtbarkeit in den Medien. Die Begleitung durch Mentoren aus Unternehmen erfolgt für eine mindestens zwölfwöchige Projektphase – von der Ideenfindung bis zum App-Prototypen.

Durch das Mentoring lernen Schulen Unternehmen als potenzielle Kooperationspartner kennen und Unternehmen treffen in den Projekten vielleicht auf ihren zukünftigen Nachwuchs. Am Ende der Projektphase können die Teams an einem internationalen App-Wettbewerb teilnehmen. Im letzten Jahr trafen sich die besten Teams zum World Pitch Event im Silicon Valley.

R Schulen Frage 4f

Erst einmal lernen die Mädchen, im Umgang mit der Technik und Programmieren Spaß zu haben. Vorurteile und Selbstzweifel im Umgang gibt es bei Programmstart genug. Im Schutzraum der kleinen Mädchengruppe und im Austausch mit dem Mentor „lernen“ sie, technische Fragen zu stellen. Beim Experimentieren erfahren sie dann, wie sie kreativ mit digitalen Medien arbeiten können, aber auch mit unplanbaren Herausforderungen umzugehen. Und was es heißt, dran zu bleiben und ein ganzes Projekt selbstverantwortlich durchzuziehen.

Gemessen am Kurs-Curriculum erweitern die Technovation Girls digitale und unternehmerische Kompetenzen – und sie ändern ihre Perspektive: Der Großteil der Teilnehmerinnen hat nach dem Programm ein deutlich größeres Interesse an Informatik (78 Prozent), Unternehmertum (70 Prozent) und Unternehmensführung (67 Prozent).

R Schulen Frage 5D

Auf die vielen tollen App-Ideen mit Sinn, die in den bisher zwei Durchgängen entstanden sind. FoodSaver, SnapFood, Upcycling Coach, Drive Together, Leisure Chatthat – so heißen einige Apps, die sich Schülerinnen im Programm ausgedacht haben.

Ihr Ziel ist es, mit digitalen Lösungen aktuelle Probleme anzugehen: Zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, zur Beseitigung von Straßenmüll, zur Gründung von Fahrgemeinschaften oder gegen Mobbing, konzipieren und programmieren die Mädchen eigene Anwendungen.

R Schulen Frage 6B

Wir freuen uns darauf, weiterhin Mädchen für digitale Technologien zu begeistern und sie bei der Entwicklung eigener Apps für die gute Sache zu unterstützen. Ganz besonders aufgeregt sind wir in diesem Schuljahr darauf, 45 Mädchen in München zu begleiten. Momentan können sich noch Schulen bewerben, die ab November bei Technovation Girls Germany dabei sein wollen.

Das Angebot von Technovation Girls Germany

  • Wer steckt dahinter? Technovation Girls Germany ist ein gemeinsames Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Technovation. Als Teil der internationalen Challenge Technovation Girls wird der App-Wettbewerb in Deutschland von Adobe Deutschland unterstützt.
  • Wer wird unterrichtet? Technovation bietet keinen Unterricht im klassischen Sinne. Vielmehr werden Schülerinnen von zehn bis 18 Jahren in Hamburg und München von Mentorinnen und Mentoren begleitet, damit sie ihre App-Idee umzusetzen können.
  • Wie sieht das konkret aus? Mithilfe eines Online-Kursplans, der in wöchentlichen Abschnitten Inspiration, Arbeitsmaterialien und Videos bereitstellt, durchlaufen die Teams in mindestens zwölf Wochen den Prozess von der Ideenfindung bis zur Entwicklung des fertigen App-Prototypen. Dabei können die Teams frei entscheiden, wie sie die Materialien nutzen. Sie lernen selbstverantwortlich ihr Projekt zu steuern und erfahren die Mentoren als fachliche Experten und die Lehrer als Prozessbegleiter.
  • Wer unterrichtet? Technovation Girls Germany ist eine Mischung aus selbstverantworteter Projektarbeit und individueller Begleitung. Die Mädchen werden von MentorInnen mit fachlichem Know-how unterstützt und durch regelmäßige Treffen begleitet. Lehrkräfte aus ihren Schulen schaffen die Rahmenbedingungen für die Projektteilnahme.
  • Was kosten die Bildungsangebote? Sie sind kostenlos.

Kontakt

Fotos: Nils Meder / Adobe

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